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Der Bahnhof Berlin-Lichterfelde West entstand als einer der ersten Vorortbahnhöfe im Berliner Raum in den 1870er Jahren. Das erhaltene Bahnhofsgebäude im toskanischen Villenstil erinnert noch heute an die Geschichte Licherfeldes als Villenkolonie. Während der Bahnhof bei seiner Eröffnung im Dezember 1872 neben dem repräsentativen Empfangsgebäude mit lediglich zwei Seitenbahnsteigen ausgestattet war, wurde er mit dem Bau der Neuen Wannseebahn 1891 umfangreich ausgebaut. Er erhielt weitere Bahnsteige und einen Güterbahnhof. Auf diesem umfangreichen Bahngelände befand sich auch ein Gebäude für einen Dienstvorsteher, in dem sich nun das Maria & Josef befindet. Seit wann dieses Haus ungenutzt war, ist uns leider nicht bekannt. Vielleicht seit 1993, als nach dem Abzug der amerikanischen Besatzungstruppen der Güterbahnhof nicht mehr genutzt wurde. Oder seit dem S-Bahnstreik 1980 und der folgenden Stillegung der Strecke. Das Haus war jedenfalls in keinem sehr guten Zustand und das Gelände überwuchert, als 2006 die aufwändige und liebevolle Sanierung begann. Im Frühsommer 2007 konnten sich unsere ersten Gäste davon überzeugen, dass sich diese mühsame Arbeit gelohnt hat und Lichterfelde West um einen Anziehungspunkt reicher ist. |